Net-Zero Industries Mission

 

Die energieintensiven Industrien Stahl, Zement und Chemie benötigen für ihre Produktion extrem hohe Temperaturen und große Mengen an Energie. Aktuell sind sie für etwa ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um die globale Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen müssen die Emissionen der Industrie bis 2030 um mindestens 30% reduziert werden und bis 2050 auf Null. Die Dekarbonisierung der energieintensiven Industrie ist besonders kostenintensiv und viele kohlenstoffarme Technologien sind noch nicht im kommerziellen Maßstab verfügbar.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde die Net-Zero Industries Mission als eine von insgesamt sieben Missionen im Rahmen der globalen Initiative Mission Innovation ins Leben gerufen: In den kommenden zehn Jahren werden nationale und multinationale F&E-Anstrengungen und Investitionen in Schlüsseltechnologien gebündelt, um bis 2030 anhand von Demonstrationsanlagen zu zeigen, dass eine emissionsfreie energieintensive Industrie technisch und wirtschaftlich machbar ist. Bis September 2022 werden eine Roadmap – und der Aktionsplan entwickelt. Ab Oktober 2022 geht es in die Umsetzung.

 

Österreich übernimmt Leitung gemeinsam mit Australien

Als Industrienation mit Tradition für Innovation leitet Österreich die Net-Zero Industries Mission gemeinsam mit Australien. China, Deutschland, die Europäische Union, Großbritannien und Finnland sind als Kernmitglieder mit an Bord. UNIDO, die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung und LeadIT, die von Schweden und Indien gegründete Führungsgruppe für den Übergang in der Industrie konnten als Partner gewonnen werden.

Der Klima- und Energiefonds unterstützt mit den den Vorzeigeregionen NEFI – New Energy for Industry und WIVA P&G – Wasserstoffinitiative Vorzeigeregion Austria Power & Gas die Dekarbonisierung der österreichischen Industrie mit Innovationen Made in Austria.

 

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