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SMARTWIND – Entwicklung einer innovativen und rentablen Kleinwindkraftanlage zur Energiegewinnung für Haushalte und Kleingewerbe

Das Projekt SMARTWIND hat die Schaffung einer Datenbasis zur Entwicklung einer einfachen und kostengünstigen Kleinwindkraftanlage für den dezentralen Einsatz zum Ziel. Geplante Märkte sind Privatpersonen, Ortsverbände und Firmen die selbständig Energie erzeugen wollen. Das Projekt vereint 5 Partner mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten aus den Bereichen der Energie-, Elektro- und Compositetechnik, Strömungsdynamik und Forschungseinrichtung zu einem einzigartigen inter-disziplinären Team.

Eine neue Form der Windradgeometrie verbunden mit Leichtbau soll es ermöglichen, sowohl bei ge-ringen Windstärken, als auch über die gesamte Bandbreite der Windstärke, effizient elektrische En-ergie zu gewinnen und diese in verschiedenen Anwendungen in einem Wohnhaus oder auch einem Gewerbebetrieb zu verwerten. Ziel der Entwicklung ist es, dem Markt eine kostengünstige und effi-ziente Windkraftanlage zur Verfügung zu stellen, die auch ohne staatliche Förderungen einen Return of Investment je nach Standort nach 6 bis 8 Jahren ermöglicht.

Die Innovation bei der Entwicklung des Windrades wird einerseits durch die geometrische Form und den modularen Aufbau, sowie durch die Verwendung neuer und günstiger Composite Materialen und Prozesse gewährleistet sein. Durch die prinzipielle Konzeption und den damit verbundenen optimier

ten Fertigungsaufwendungen soll in Folge eine kostengünstige Anlage realisiert werden. Weiters werden durch die Entwicklung einer intelligenten und kompakten Elektronikeinheit, die mit stan-dardisierten Komponenten auskommt, die Kosten für die Anlage niedrig und der Energieoutput hoch gehalten.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist die Einbindung des Systems in bereits bestehende Photovoltaik-anlagen, um so bereits vorhandene Ressourcen nützen zu können. Diese Form der erneuerbaren Energieträger soll sowohl autark als auch in bestehenden Netzen funktionieren. Gleichzeitig werden die Thematiken der Speicherung der Energie als auch die Einspeisung ins öffentliche Netz Teil des Projektes sein.

Ein weiterer Entwicklungsschritt wird auch in Richtung Lärmemission gesetzt werden. Durch die neuartige Konstruktion der Windradform kann schon von Beginn an die Thematik der Lärment-wicklung berücksichtigt werden. Durch die spezielle Art der Anlage wird sich die Akzeptanz des Windrades in der Bevölkerung im Vergleich zu bestehenden Konzepten erhöhen. Bewilligungs-verfahren bzw. Umweltverträglichkeitsprüfungen, die derzeit bei großen Windkraftanlagen oft zu Problemen führen, werden bei derartigen Anlagen nicht projektentscheidend sein.

 

Im Projekt werden vor allem die notwendigen technischen, rechtlichen wie auch wirtschaftlichen Daten für eine erfolgreiche Entwicklung eines derartigen Systems geschaffen. Mit einer Produktion solcher Anlagen im Inland können Arbeitsplätze geschaffen und damit bestehende Import-abhängigkeiten von solchen Windanlagen reduziert werden.

Steckbrief

  • Projektnummer
    81895
  • Koordinator
    Lynx Composites GmbH
  • Projektleitung
    Bernhard Graf, b.graf@lynx.co.at
  • Förderprogramm
    Neue Energien 2020
  • Dauer
    01.2009 - 12.2009
  • Budget
    106.596 €